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Marken in KI-Prompts pseudonymisieren

SurveyTester ersetzt die Marken aus Ihrem Wörterbuch durch feste Fantasienamen, bevor ein Prompt zu einem öffentlichen KI-Anbieter geht, und setzt sie zurück.

Veröffentlicht 4 Min. Lesezeit .md

Getestete Umfragen sind oft vertraulich: Sie nennen die Marken des Kunden, die Wettbewerber und Produkte, die erst noch auf den Markt kommen. Wenn eine KI-Funktion eine Seite oder einen Fragebogen an einen öffentlichen KI-Anbieter wie OpenAI oder Mistral schickt, reisen diese Namen mit. Ist für eine KI-Engine „Marken pseudonymisieren" eingeschaltet, ersetzt SurveyTester jede Marke aus Ihrem Firmenwörterbuch durch einen festen Fantasienamen, bevor der Prompt das Haus verlässt, und setzt in der Antwort wieder den echten Namen ein. Der Anbieter sieht „Velorin" statt „Nivea", Sie sehen im Ergebnis „Nivea".

Warum die Marken der heikle Teil sind

Die meisten Umfrageinhalte sind allgemein: „Wie oft kaufen Sie Shampoo?" ist kein Geheimnis. Vertraulich wird eine Umfrage durch das, worum es geht. Eine Markenliste verrät jedem, der sie liest, welcher Kunde die Studie beauftragt hat, welche Wettbewerber er beobachtet und, in einem Konzepttest, welches Produkt noch nicht angekündigt ist. Ohne die Marken bleibt für Außenstehende kaum etwas übrig, während die KI die Aufgabe weiterhin versteht: Ein Fantasie-Markenname ist immer noch ein Markenname. Testfall-Generierung, das Beantworten von Umfragen und die Fragebogen-Analyse funktionieren wie bisher.

Warum das ohne SurveyTester schwierig ist

  • Prompts entstehen automatisch. Niemand tippt sie, also kann auch niemand die Marken von Hand weglassen.
  • Eine Umfrage, viele Aufrufe. Ein einziger Testlauf kann Dutzende Seiten an die KI schicken. Jede bräuchte dieselben Ersetzungen, und zwar einheitlich.
  • Die Antwort muss wieder zur Umfrage passen. Wählt die KI „Velorin" als Antwort, muss der Bot auf der Seite „Nivea" anklicken. Ein Filter in nur eine Richtung würde genau die Funktionen kaputt machen, die er schützen soll.

So funktioniert es

  1. Die Marken kommen aus Ihrem Firmenwörterbuch. Jeder Eintrag vom Typ Marke bekommt beim ersten Bedarf einen Fantasienamen. Einträge vom Typ Korrigiertes Wort werden nicht ersetzt.
  2. Der Fantasiename wird gespeichert und ändert sich nie. Eine Marke behält ihr Pseudonym in allen Projekten und auf Dauer. So sieht die KI ein einheitliches Bild, und wiederholte Prompts bleiben vergleichbar. Dasselbe Wort bekommt immer denselben Fantasienamen, und zwei Marken teilen sich nie einen.
  3. Die Fantasienamen sehen aus wie Marken. Sie sind aussprechbar und folgen der Schreibweise der Marke: „Coca-Cola" wird zu einem Wort mit großem Anfangsbuchstaben, ein Kürzel wie „BMW" bleibt drei Großbuchstaben.
  4. Die Antwort bekommt den echten Namen zurück, in der Schreibweise der Umfrage. Schreibt die Seite „Coca-cola", steht in der Antwort „Coca-cola". So passen die Antworten weiterhin zu den Kategorien auf der Seite.

Ein paar Regeln sorgen dafür, dass gewöhnliche Wörter unverändert bleiben:

  • Ersetzt werden nur ganze Wörter: „Axe" wird ersetzt, „Taxes" nicht.
  • Längere Einträge gewinnen: „Coca-Cola Zero" wird als eine Marke ersetzt, nicht als „Coca-Cola" plus „Zero".
  • Eine Marke, die auch ein Alltagswort ist, wird nur ersetzt, wenn sie großgeschrieben ist: Die Marke „Dove" wird ersetzt, das englische Wort „dove" (Taube) im Satz nicht.

Für eine KI-Engine einschalten

Die Einstellung gehört zur KI-Engine, denn ob ein Anbieter Ihre Marken sehen darf, hängt vom Anbieter ab. Eine selbst betriebene Engine im eigenen Rechenzentrum braucht sie nicht, ein öffentlicher Cloud-Anbieter in der Regel schon.

  1. Öffnen Sie Administration → KI-Engines.
  2. Klicken Sie neben der Engine auf Bearbeiten, oder auf Engine hinzufügen für eine neue.
  3. Setzen Sie den Haken bei Marken pseudonymisieren.
  4. Speichern Sie.
Platzhalter: Screenshot des Dialogs „KI-Engine bearbeiten" mit Modell, Reasoning-Aufwand und dem gesetzten Haken „Marken pseudonymisieren" samt Hilfetext
Die Einstellung im Engine-Dialog

Engines aus unserem Katalog bringen eine empfohlene Einstellung mit: öffentliche Cloud-Anbieter an, selbst betriebene Engines aus. Solange Sie den Haken nicht ändern, folgt die Engine dieser Empfehlung. Eigene (Custom-)Engines starten mit ausgeschalteter Einstellung. Engines, die pseudonymisieren, zeigen in der Engine-Liste das Abzeichen Marken pseudonymisiert.

Platzhalter: Screenshot der Liste der KI-Engines mit zwei Engines; die OpenAI-Engine zeigt neben dem Modell das grüne Abzeichen „Marken pseudonymisiert"
Das Abzeichen in der Engine-Liste

Die Fantasienamen ansehen

Das Firmenwörterbuch zeigt den Fantasienamen jeder Marke in der Spalte KI-Pseudonym. Er wird vergeben, sobald ein KI-Prompt oder die Wörterbuch-Liste ihn zum ersten Mal braucht. Sie legen ihn nicht selbst fest.

Platzhalter: Screenshot der Liste des Firmenwörterbuchs mit den Spalten Wort, Sprache, Kategorie, Typ und KI-Pseudonym; Markenzeilen zeigen Fantasienamen wie „Velorin" in grauer Kursivschrift, korrigierte Wörter lassen die Spalte leer
Die Spalte KI-Pseudonym

Tipp

Tragen Sie die Marken einer neuen Studie ins Firmenwörterbuch ein, bevor die erste KI-Funktion darauf läuft: die Marken des Kunden, die Wettbewerber und die Produktnamen eines Konzepttests. Marken, die nicht im Wörterbuch stehen, gehen unverändert hinaus.

Welche KI-Funktionen abgedeckt sind

Alle Funktionen, die Text an eine KI-Engine schicken: die Testfall-Generierung (einschließlich Screenout-Testfällen), das Beantworten von Umfragen mit KI, die Analyse von Fragebogen-Dokumenten, die KI-Textanalyse und die KI-Unterstützung des Seiten-Parsers.

Was nicht abgedeckt ist

Pseudonymisierung ist eine starke Schutzschicht, aber keine Garantie:

  • Marken, die nicht im Wörterbuch stehen, gehen unverändert hinaus. Das gilt auch für Kundennamen und Projekt-Codenamen: Tragen Sie sie als Marken ein, wenn sie verborgen bleiben sollen.
  • Abweichende Schreibweisen („Coca Cola" ohne Bindestrich) werden nicht erkannt.
  • Bilder gehen unverändert hinaus. Ein Prompt mit Bild, zum Beispiel einem Stimulus mit Logo, wird gar nicht pseudonymisiert, weil das Logo dem Fantasienamen im Text widersprechen würde.
  • Fragen nach echtem Markenwissen werden unmöglich: Eine KI, die nur „Velorin" sieht, kann nicht wissen, wofür die Marke steht.

Hinweise

  • SurveyTesters eigenes Protokoll der KI-Anfragen enthält den echten Text, damit der Support weiterhin nachlesen kann, was gefragt wurde.
  • Eine Änderung des Hakens wirkt ab der nächsten KI-Anfrage. Bereits erzeugte Ergebnisse bleiben, wie sie sind.